Scania Panel

Wartung? BEi Bedarf!

Moderne Sensoren und KI-gestützte Telematiklösungen ermöglichen den Abschied von festen Inspektionsintervallen. Schrauben, nur wenn es notwendig ist – das spart Geld und reduziert zugleich Standzeiten. Das Thema kommt bei den Speditionen gut an – wie das Scania Panel zum Straßengüterverkehr zeigt.

Feste Inspektionsintervalle für Lkw dürften bald der Vergangenheit angehören. An ihre Stelle tritt prädiktive Wartung, also der Austausch von Teilen oder Verbrauchsmaterialien anhand ausgewerteter Fahrzeugdaten. Möglich machen dies die vielen Sensoren – typabhängig bis zu mehr als 400 – die heute in Nutzfahrzeugen verbaut sind. Mittels Telematik lassen sich die Informationen auch von unterwegs aus abrufen und KI-gestützt auswerten. Vorteile: Geringere Wartungskosten, weniger Defekte, minimale Ausfallzeiten. Die Speditionen nehmen diese Möglichkeit gerne an, deutlich mehr als ein Drittel nutzen die Telematikdaten bereits jetzt zur frühzeitigen Defekterkennung. Das ergab das Scania Panel, vierteljährliches Stimmungsbarometer der Transportbranche im Onlinemagazin Scania bewegt.

Steigende Verfügbarkeit macht alternative Kraftstoffe salonfähig

Die Betriebe dürften bei ihrer Entscheidung für telematikgetriebene Wartung vor allem Kostensenkungen im Blick haben. Schließlich ist die Preis- und Kostenentwicklung ein immer größeres Sorgenkind der Branche und liegt inzwischen mit Abstand auf Platz eins der drängendsten Problemfelder. Passend dazu ist die Einsparung von Kraftstoffkosten einer der Haupttreiber beim Umstieg auf alternative Kraftstoffe. Knapp zwei Drittel der Speditionen sehen dies als Argument pro Flottentransformation. Auffällig sind auch Verschiebungen in der Gewichtung der weiteren Gründe. So sehen 27 Prozent der Unternehmen die Verfügbarkeit alternativer Kraftstoffe als Anlass zum Wechsel. Im Halbjahresvergleich ist dies ein deutlicher Anstieg um zehn Prozentpunkte. Für die Befürworter des Netzausbaus ein klares Signal: Je mehr Lademöglichkeiten bestehen, desto höher ist die Bereitschaft zum Umstieg.

Vertragswerkstätten sind erste Anlaufstelle

Ob intervallgetriebene oder prädiktive Wartung, bei der Auswahl des technischen Betriebes setzen die Unternehmen ganz klar auf die Vertragswerkstätten der jeweiligen Lkw-Hersteller. Knapp drei Viertel der Speditionen lassen ihre Fahrzeuge dort durchsehen beziehungsweise reparieren. Eine eigene Werkstatt betreiben dagegen nur wenig mehr als zehn Prozent der am Scania Panel teilnehmenden Betriebe. Für die Lkw-Produzenten hat dieser hohe Anteil nicht zuletzt im Hinblick auf prädiktive Wartung einen Vorteil: Die Menge der durchlaufenden Fahrzeuge liefert entsprechend viele Daten für die Auswertungsalgorithmen. Mehr Informationen verbessern das Lernverhalten einer KI, die Vorhersagen werden dadurch rasch noch präziser.

Die Umfrageergebnisse im Einzelnen:

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